Schulorganisatorische Rahmenbedingungen

Schritt für Schritt zum optimalen Mittagessen

Die Planung der Mittagsverpflegung bedeutet für viele Schulen und Schulträger Neuland. Kinder und Jugendliche verbringen einen großen Teil des Tages in der Schule. Dadurch wird eine gute Schulverpflegung zur Leistungserhaltung und Leistungssteigerung immer wichtiger.
Vor der Einführung sind viele organisatorische Fragen zu klären, das macht eine konkrete Planung unverzichtbar.

Gründen Sie einen Arbeitskreis
Hier sollten alle an der Verpflegung beteiligten Gruppen, wie die Schulleitung und Vertretung, Vertreter des Lehrerkollegiums, Elternvertreter, Schulträger und natürlich die Schülervertreter teilnehmen.
Ziel ist es, einen Lösungsweg zu finden, der von allen Entscheidungsträgern gebilligt wird.

Wie kann nun bei der Planung und Einführung der Mittagsverpflegung Schritt für Schritt vorgegangen werden?
  • Schaffen Sie Bewusstsein für die Bedeutung einer gesundheitsfördernden Schulverpflegung bei allen Beteiligten.
    Das Mittagessen leistet einen wesentlichen Beitrag zur Deckung des Nährstoffbedarfs und sollte bei der Zusammenstellung auf Basis der Qualitätsstandards erfolgen.
  • Zunächst sollten die Wünsche und Erwartungen aller Personengruppen, insbesondere der Schüler, geklärt werden. Welche Essenswünsche haben sie? Wann soll gegessen werden? Wie lange soll die Mittagspause dauern?
    Wie soll das Essen organisiert werden? usw.
    Stellen Sie einen Kriterienkatalog zusammen.
  • Die zu erwartenden Essenszahlen bestimmen den Raumbedarf für Küche und Speisesaal. Klären Sie, welche baulichen Anforderungen erfüllt werden müssen. Holen Sie sich von den zuständigen Stellen schriftliche Auskünfte ein.
  • Auswahl der Verpflegungssystems
    Prüfen Sie in welcher Form die Verpflegung organisiert werden soll? Eigenregie oder Fremdregie ?
    Welches System in Frage kommt, wird u. a. durch die finanziellen und räumlichen Gegebenheiten bestimmt. Orientieren Sie sich an dem gemeinsam aufgestellten Kriterienkatalog und diskutieren Sie die Aspekte der Verpflegungssysteme.
    Eng mit dem Verpflegungssystem verbunden ist die Essensausgabe sowie die Abrechnung.
    Auch hierüber sollte man sich frühzeitg Gedanken machen.
  • Kalkulieren Sie die Kosten
    Wie wird die Schulverpflegung finanziert? Gibt es Zuschüsse?
    Wie sind die finanziellen Möglichkeiten der Familien?
    Diskutieren Sie das Thema Qualitätsstandards und Kosten
  • Erstellen Sie ein Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung
  • Überprüfen Sie die Angebote der Caterer anhand des Leistungsverzeichnisses und die vorgelegten Speisepläne mit Hilfe der Checklisten aus den Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der DGE
  • Überprüfen Sie die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Gemeinschaftsverpflegung und nehmen Sie Kontakt zu Gesundheitsamt, Ordnungsamt und Lebensmittelüberwachung auf. Lassen Sie sich gemeinsam beraten.
  • Binden Sie alle Eltern mit ein. Informieren Sie regelmäßig über den aktuellen Stand. Das kann in Form von Elternbriefen, Elternabenden, Info- und Aktionstagen, z.B. zum Thema „ Gesunde Ernährung und Probeessen mit diversen Caterern“, sein. Gesunde Ernährung muss allen Beteiligten wichtig sein.
  • Nehmen Sie das Thema „Ernährungsbildung und Schulverpflegung“ ins Schulprogramm auf!
  • Behalten Sie den Qualitätszirkel mit dem Thema Schulverpflegung bei und treffen Sie sich regelmäßig zum Austausch und Feedback. Nur so kann die Schulverpflegung ständig optimiert werden.





marianne.feigenbutz@dlr.rlp.de     www.DLR-Westerwald-Osteifel.rlp.de drucken