In der Landwirtschaft, im Weinbau und im Gartenbau werden landesweit Betriebe gesucht bzw. es wird bereits mit einigen Betrieben zusammengearbeitet, in denen Demonstrationsflächen oder Versuche zur gewässerschonenden Bewirtschaftung angelegt werden.
Beispiele können sein: Ammonium-Depot-Düngung (Reihenkulturen, Reben), Gärrest- bzw. Gülle-Unterfußdüngung mit Strip-Till zu Mais, Untersaaten in Mais, Zwischenfruchtanbau, Gewässerrandstreifen, etc.
Weiterhin sollen in landwirtschaftlichen Partnerbetrieben Feldtage, Feldbegehungen, Vorführungen innovativer Techniken oder Seminare durchgeführt werden, um der Praxis Maßnahmen zur gewässerschonenden Landbewirtschaftung näherzubringen.
Je nach Kooperationsbereitschaft und Multiplikatoreneignung der Betriebsleiter sind unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit denkbar, die vom "Versuchsbetrieb" bis hin zur Unterstützung der Beratung als „Leitbetrieb“ reichen.


Versuch mit Begrünungsmischungen (Foto: Andrea Hanse)

Landesweites Leitbetriebe-Projekt Wasserschutz mit der Landwirtschaft
Zur Umsetzung wasserschonender Maßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieb wurde vom DLR Rheinhessen-Nahe-Hunsrück ab 2010 ein mittlerweile abgeschossenes Vorhaben durchgeführt, bei dem auch die Frage der Wirtschaftlichkeit behandelt wurde.

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Frau Hanse regte Versuche auf den Betrieben an und motivierte die Betriebsleiter, mehr über ihr Nährmanagement zu erfahren

Das 2010 bis 2013 landesweit im Bereich Ackerbau durchgeführte Leitbetriebe-Projekt greift die Problematik des Einflusses der Stickstoffdüngung im landwirtschaftlichen Betrieb auf das Allgemeingut Wasser auf.
Anhand einer Auswertung zu den Parametern Ertragsbildung, N-Bilanzierung und direktkostenfreier Erlös wurden die Ergebnisse
der durchgeführten Düngeversuche im ldw. Betrieb zusammengefasst.

Vergleich zwischen betriebsüblicher N-Düngung und N-reduzierter Variante
Betriebsbeispiele:
Körnermais.pdfKörnermais.pdfWinterweizen1.pdfWinterweizen1.pdfWinterraps1.pdfWinterraps1.pdfKartoffeln.pdfKartoffeln.pdf


Vergleich zwischen betriebsüblicher N-Düngung und Kobinationen mit organischer Düngung
Betriebsbeispiele:
Silomais1.pdfSilomais1.pdfSilomais2.pdfSilomais2.pdfWinterraps2.pdfWinterraps2.pdfWinterweizen2.pdfWinterweizen2.pdf

Vergleich zwischen betriebsüblicher N-Düngung und dem Einsatz eines N-Stabilisators
Betriebsbeispiele:
Silomais3.pdfSilomais3.pdfSilomais4.pdfSilomais4.pdf

Vergleich zwischen betriebsüblicher N-Düngung und wurzelnah platzierter N-Injektion
Betriebsbeispiele:
N-Injektion.pdfN-Injektion.pdf

Vergleich zwischen betriebsüblicher N-Düngung und sensorgestützter N-Düngung
Betriebsbeispiele:
Sensorgestützte N-Düngung.pdfSensorgestützte N-Düngung.pdf

Zusammenfassung der Ergebnisse
TextLeitbetriebe-Projekt.pdf

Zwischenfrucht und Untersaaten
Vergleiche mit den Zielen der Nährstoffkonservierung für die Folgekultur sowie Minderung des Erosionsrisikos wurden vorrangig bei Maisanbau durchgeführt. Die Andüngung (mineralisch und organisch) der Zwischenfrüchte führte in den Vergleichen nicht zu einer höheren Stickstoffaufnahme durch die Pflanzen. Eine Andüngung mit organischen Düngemitteln ermöglichte höhere Erträge bei der folgenden Hauptkultur. Somit ist der Anbau von Zwischenfrüchten eine gute Möglichkeit den Stickstoff vor der Aus- waschung im Winter zu bewahren. Eine mineralische Andüngung der Bestände ist aus Sicht des Gewässerschutzes jedoch in Frage zu stellen. Insbesondere fehlt es vielfach noch an Erfahrung bei der Frage der Durchführung von Untersaaten im Mais hinsichtlich Saattechnik, Herbizidmanagement, der Wahl der Untersaatpflanzen sowie des Einflusses auf die Ertragsbildung bei folgendem Maisanbau.

Eigene Versuche anlegen?
Der Leitfaden "Anlage von Praxisversuchen" enthält hilfreiche Tipps bei der Durchführung einfacher Versuche auf Praxisflächen.
Viele Fragen können in relativ einfachen Versuchen von Landwirten selbst beantwortet werden.
Wie man dabei am besten vorgeht und was es zu beachten gibt, zeigt dieser Leitfaden:
Leitfaden Versuche.pdfLeitfaden Versuche.pdf


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